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Warum nehmen Autos den Großteil des öffentlichen Raums für sich in Anspruch? Warum haben die schwächeren Verkehrsteilnehmer*innen nicht grundsätzlich Vorrang im Straßenverkehr? Warum ist Barrierefreiheit nur ein „Qualitätsmerkmal“ und kein gesetzlicher Standard für inklusive Stadt- und Verkehrsplanung? Warum gilt es als normal, dass Städte laut, dreckig, gesundheitsschädlich und unsicher sind? Warum richten wir Mobilität an den Wünschen des motorisierten Individualverkehrs aus statt an den Bedarfen aller Menschen?

Nach dem Leitprinzip „Mobilität radikal inklusiv denken“ setzen dafür ein, dass die Perspektiven und Bedarfe aller nicht-motorisierten Verkehrsteilnehmer*innen bei der Umsetzung des Berliner Mobilitätsgesetzes berücksichtigt werden: Kinder, (Groß-)Eltern, alte Menschen, arme Menschen, Menschen mit Behinderungen u.a.

Mit unseren Aktionen wollen wir stereotypische Verkehrs- und Mobilitätsbilder aufbrechen sowie überkommene Selbstverständlichkeiten fragwürdig machen. Mit Praxisstudien, Pilotprojekten und Gremienarbeit (u.a. im Verkehrswenderat Friedrichshain-Kreuzberg) wollen wir den Weg für die radikal inklusive Verkehrswende ebnen.

ra|di|kal (v. lat.: radix ‚Wurzel‘, ‚Ursprung‘); hier: von Grund aus erfolgend, ganz und gar; vollständig, gründlich